·      Wer bereitet uns zukünftige Angler auf die Prüfung vor?

Angler im Auftrag der Fischereiverbände! Ausbilder sind Mitglieder unserer Vereine, die über eine langjährige Praxiserfahrung verfügen und durch den Landesfischereiverband Rheinland-Pfalz geschult und lizenziert sind. Sie sind ehrenamtlich tätig.

·      Wer kann teilnehmen?

Am Kurs teilnehmen können alle Personen, die das 13. Lebensjahr vollendet und ihren Hauptwohnsitz in Rheinland-Pfalz haben. Kurs und Prüfung finden ausschliesslich in deutscher Sprache und Schrift statt.

·      Gibt es Rahmenbedingungen?

Ja. Die in Rheinland-Pfalz tätigen Freizeitfischereiverbände haben gemeinsam mit dem zuständigen Fachministerium eine Vereinbarung getroffen, die u. a. Art und Umfang der Schulung, Themengebiete und Kosten regelt.

·      Teilnahme- und Anwesenheitspflicht – was bedeutet das genau?

Der Gesetzgeber macht die erstmalige Ausstellung eines Fischereischeines von der erfolgreichen Ablegung einer Fischerprüfung abhängig. Zur Prüfung werden nur Personen zugelassen, die an einem Vorbereitungskurs teilgenommen und die erforderliche Anwesenheit von mindestens 35 Stunden abgeleistet haben.

Im Detail bedeutet das, dass Sie ihre Anwesenheit für jede Kurseinheit mit ihrer Unterschrift bestätigen. Anhand dieser Listen veranlassen die Ausbilder die Anfertigung ihres Stundennachweises. Der Stundennachweis wird am Ende des Kurses dem Teilnehmer ausgehändigt und muss spätestens am Tag der Prüfung dem Prüfungsausschuss vorliegen.

·      Was ist in der Kursgebühr enthalten?

Sie erhalten das offizielle Schulungsmaterial: die Lernhefte des HEINTGES-Verlags, ein Heft mit fischereibezogenen Gesetzen und deren allgemeinverständlichen Erklärung sowie den aktuellen Fragenkatalog. Den Spaß am gemeinsamen Lernen und die Unterstützung von freundlichen und hilfsbereiten Ausbildern gibt es gratis.

·      Kann ich mir Hefte selbst beschaffen um weniger Gebühr zu zahlen?

Nein! Sie zahlen die Gebühr für die Teilnahme am Kurs, die aktuellen Lernmaterialen sind ein kostenloser Bestandteil des Kurses. Der Ausbilder ist nicht befugt, von der Vereinbarung (s.o.: Rahmenbedingungen) abweichende Gebührennachlässe zu gewähren.

·      Wie kann ich zwischendurch und unterwegs lernen?

Derzeit gibt es für Smartphone und Tablet mit IOS- bzw. Android-Betriebssystem mehrere kostenpflichtige Apps. Die Entwickler stehen in keinem direktem Zusammenhang mit den Fischereiverbänden und wieweit die Aktualität der Fragen gegeben ist, entzieht sich derer Einflussnahme. Beachten Sie unseren Link auf http://www.lfv-pfalz.de/index.php/fischerpruefung/mobiles-lernen

·      Was passiert, wenn ich nicht 35 Stunden teilnehmen kann?

Sie werden von der Prüfungsbehörde nicht zur Prüfung zugelassen.

·      Wie sieht in diesem Fall die weitere Vorgehensweise aus?

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

1.    Die Ausbilder werden versuchen, einige wenige Zusatzstunden anzubieten. Berufsbedingt ist dies aber nicht immer möglich und ausserdem von der Verfügbarkeit der Räumlichkeiten abhängig.

2.    Der stundenweise (kostenlose) Besuch eines Kurses in der näheren und weiteren Umgebung ist nach Rückspräche mit dem dort zuständigen Ausbilder möglich. Dort können die fehlenden Kurseinheiten nachgeholt werden.

3.    Sie gedulden sich etwa 6 Monate und besuchen (kostenlos) den nachfolgenden Kurs des Ausbilders. Ob Sie den kompletten Kurs besuchen oder nur noch fehlende Kurseinheiten nachholen, ist Ihnen freigestellt.

Sprechen Sie mit ihrem Ausbilder, er wird den Kontakt zu seinem Kollegen herstellen und Ihnen die teilweise Ableistung von Stunden bestätigen.

·      Wer führt die Prüfung durch?

In Rheinland-Pfalz sind die unteren Fischereibehörden der Kreise und Städte zuständig. Dafür ist ein Prüfungsausschuss eingerichtet, der aus Vertretern der örtlichen Fischereivereine und Behördenmitarbeitern besteht. Den Vorsitz hat der Fischereiberater inne.

Als landesweit einheitliche Prüfungstermine wurden der erste Freitag im Juni und Dezember festgelegt.

·      Wie wird geprüft?

In Rheinland-Pfalz erfolgt eine schriftliche Prüfung in programmierter Form. Der Prüfungsteilnehmer muss anhand von 50 Fragen (10 je Prüfungsgebiet) die richtige Antwort aus 3 möglichen Antworten auswählen. Die Prüfung ist bestanden, wenn in jedem Prüfungsgebiet mindestens 7 Fragen richtig beantwortet sind. =>Beispiel

·      Können individuelle Handicaps der Teilnehmer berücksichtigt werden?

Ja, zumindest teilweise! Sprechen Sie mit ihrem Ausbilder, der alle ihre Fragen und Angaben mit der notwendigen Diskretion behandeln wird. Sprechen Sie alle ihre Einschränkungen und Hindernisse frühestmöglich an, damit u. U. auch die Prüfungsbehörde rechtzeitig informiert und mit einbezogen werden kann.

·      Prüfung bestanden. Was nun, wie geht es weiter?

Nach bestandener Prüfung erhalten Sie noch am Prüfungstag das offizielle Prüfungszeugnis. Mit diesem können Sie jederzeit ihren Fischereischein bei ihrer zuständigen Fischereibehörde beantragen. Zusammen mit einem Fischereierlaubnisschein (umgangssprachlich oft Gewässerkarte genannt) sind Sie dann befugt, die Angelfischerei ordnungsgemäß auszuüben.

Bewahren Sie das Original des Zeugnisses sehr gut auf. Eventuell müssen Sie zu einem späteren Zeitpunkt, etwa wenn der Fischereischein längere Zeit nicht gültig war, die erfolgreiche Ablegung der Fischerprüfung erneut nachweisen. Diesen Nachweis müssen Sie erbringen, nicht die Fischereibehörde und nicht die Ausbilder!

·      Und wenn ich die Prüfung nicht bestehe?

Haben Sie nur in einem Prüfungsgebiet versagt und dabei nicht mehr als 4 Fehler gemacht, werden Sie gleich im Anschluss an die schriftliche Prüfung mündlich nachgeprüft. Der Prüfungsausschuss entscheidet anschließend, ob ihre mündliche Prüfung das Ergebnis ihrer schriftlichen Prüfung verbessert.

Trifft dies nicht zu, können Sie erst am nächsten Prüfungstermin die gesamte Prüfung komplett wiederholen. Ein erneuter Kursbesuch ist nicht erforderlich, kann aber bei Bedarf kostenlos in Anspruch genommen werden.

Kurs Ludwigshafen ab 14.04.2018