02.03.2026     Gewässernetzwerk Alsenz

Der Zwerg- oder Katzenwels (Ameiurus nebulosus), eine weitere invasive Fischart, breitet sich derzeit in der Alsenz aus und führt dort aufgrund seiner räuberischen Lebensweise zu spürbaren Verlusten der Bachforellen- und Äschenbestände. Doch nicht nur Fischlaich und Jungfische dieser zu den Salmoniden zählenden Arten stehen auf dem Speiseplan der Welse, sondern auch weitere, ökologisch wichtige Kleinfischarten wie der Gründling, das Rotauge und die Nase. Sie gefährden damit langjährige, kostspielige Schutz- und Wiederansiedlungsbemühungen der Anliegervereine.

AlsenzDiese haben sich nun zum „Gewässernetzwerk Alsenz“ zusammengeschlossen. Ziel dieses Netzwerks ist ein ständiger und flächendeckender Informationsaustausch über das Vorkommen und zufällige Fänge von Zwergwelsen. Eine gezielte Entnahme durch professionelle Fangmethoden, z.B. einer Elektrobefischung, ist aufgrund der Gewässerstruktur kaum möglich und wäre auch mit hohen Kosten verbunden. Deshalb soll zukünftig der Bestand durch gezielte angelfischereiliche Maßnahmen von Vereinsmitgliedern reduziert werden. In Nordamerika, dem ursprünglichen Verbreitungsgebiet der Zwergwelse, gelten sie als beliebte Speisefische und werden demnächst auch unseren eigenen Speiseplan bereichern.

Die Alsenz entspringt am Nordrand des zum Naturpark Pfälzerwald gehörenden Diemersteiner Waldes. Die Quelle liegt auf einer Höhe von 292 m ü. NHN im Alsenborner Becken innerhalb des Ortsteils Alsenborn, Landkreis Kaiserslautern. Von dort aus fließt die Alsenz überwiegend in nördliche Richtung durch das Nordpfälzer Bergland. Die Alsenz überwindet auf ihrem 49,9 km langen Weg einen Höhenunterschied von 182 m, was einem mittleren Sohlgefälle von 3,6 ‰ entspricht. Sie entwässert ein 327,668 km² großes Einzugsgebiet über Nahe und Rhein zur Nordsee. Die Alsenz ist ein Mittelgebirgsbach. Ihre Gewässerstruktur ist oberhalb der Ortsgemeinde Alsenz bis auf wenige Abschnitte stark bis vollständig verändert. Im Unterlauf ist die Struktur etwas besser und wird bis auf die Ortslagen meist nur mit mäßig bis deutlich verändert angegeben. Die Gewässergüte wird durchgehend als mäßig belastet eingestuft (Güteklasse II, Stand 2005, Quelle Wikipedia)